Wasserkraft- Anlage - Handwerkerverein Viechtach

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Wasserkraft-Anlagen: Ein Beitrag zur Energiewende


Gemeinsame Besichtigung des Handwerkerverein und AK Umwelt


Die Atomkraftwerke werden abgeschaltet, das ist beschlossene Sache. Die Energiewende hin zu regenerativen Energieformen (Sonne, Wasser, Wind und Biomasse) ist in aller Munde. Eine Möglichkeit im ländlichen Raum Strom zu erzeugen sind Wasserkraft-Anlagen.


Aus diesem Grund besichtigten der Handwerkerverein Viechtach und der AK Umwelt Kreisverband Regen gemeinsam zwei Wasserkraftanlagen in Bischofsmais. Alois Pinzl, der sowohl Vorsitzender des Vereins und Kreisvorsitzender des Arbeitskreises ist, begrüßte dazu knapp 30 Interessierte.


Hans Rainer, Betreiber der ersten Wasserkraftanlage erklärte die technischen Details und beantwortete die zahlreichen Fragen der Gruppe. 30 KW elektrische Leistung hat die Anlage in Bischofsmais. Die Francis-Turbine produziert etwa 180 000 KWh und versorgt so faktisch etwa 50 Einfamilienhäuser mit Strom. Das Nutzgefälle beträgt knapp 10 Meter bei einer Wasserleistung von etwa 520 Liter/sec. 11,67 Cent/KWh erhält Rainer nach dem EEG derzeit. Die Einspeisevergütung ist höher (vorher 7 Cent), weil eine ökologische Fischtreppe errichtet wurde. Das Wasserkraftwerk funktioniert seit 1913 und läuft nahezu wartungsfrei.


Etwa zwei Kilometer entfernt wurde dann eine neue moderne Wasserkraftschnecke von Andreas Rothhammer besichtigt. Mit einem Nutzgefälle von „nur“ 3,2 m werden etwa 1000 Liter/sec. Wasser durch die Schnecke gefördert. Die Maximalleistung beträgt 21 KW, mit denen etwa 110 000 KWh Strom produziert werden. Fische können ohne Verletzungen durch die Wasserkraftschnecke (Länge 7,5 Meter – Durchmesser 1,6 m) schwimmen. Bachaufwärts gelangen sie mit einer künstlich angelegten, fast 350 m langen Fischaufstiegshilfe. Das Kraftwerk ist perfekt in die Landschaft integriert und besitzt eine prognostizierte Amortisationszeit von 15 Jahre. Die Fischtreppe sorgt auch in diesem Fall für eine höhere Einspeisevergütung von 12,67 Cent/KWh.


Zum Schluss stellte Pinzl fest, dass die Gekommenen vom Handwerkerverein und vom AK Umwelt einen interessanten Nachmittag erlebt hatten und bedankte sich bei den Wasserwerk-Besitzern Hans Rainer und Andreas Rothhammer.


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