Thema Erde 1.0 - Handwerkerverein Viechtach

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Bildung > Schulprojetkte > Schuljahr 2017
Umweltprojekt 2018 zum Thema Erde
 
Themenfelder festgelegt und Logo entworfen; Ausstellungseröffnung am 14.  Mai 2018 unter dem Motto: 
„Erde – Kugel des Lebens!“
 
 
Im Rahmen der Ganztagesbetreuung an der Mittelschule Viechtach ist seit 10 Jahren der Handwerkerverein Viechtach e. V. eingebunden. In einem ganzheitlichen Projekt will man das Bewusstsein der Jugendlichen für die Umwelt fördern.
 
Der Verein hat auch für das Schuljahr 2017 - 18 ein Bildungskonzept erarbeitet. So versteht man sich als Bindeglied zwischen Allgemeinbildender Schule und Berufsleben.  Aufgelockert wird das Betreuungsangebot, durch viel projektierten Praxisunterricht  und Besichtigungen, in denen die Jugendlichen erfahren, was im Berufsleben auf sie zukommt.
 
Bereits in den vergangenen Schuljahren wurde unter der Leitung von Betreuer und Stadtrat Alois Pinzl an Umweltprojekten wie: „Mensch – Da lebst Du!“ (im Mittelpunkt stand der Mensch in seiner Umwelt), „Müll – So bist Du!“ (im Mittelpunkt stand das Thema Abfall), „Tier – Da wohnst Du!“ (im Mittelpunkt standen Tiere unserer Heimat) „Strom – So entstehst Du!“ (im Mittelpunkt stand die Energiewende), „Wasser – Alles braucht Dich!“ (im Mittelpunkt stand das Thema Wasser als Lebensgrundlage), Wald – Klasse diese Biomasse!“ (im Mittelpunkt stand das Holz und der Wald),  „Wetter – Jeder fühlt es“! (im Mittelpunkt standen Wind, Sonne und Regen) und „Sonne – Allen leuchtet sie!“ (im Mittelpunkt stand die Sonne als Hauptenergieträger) gearbeitet.
 
Die Ergebnisse wurden alle Jahre in Form einer Umweltausstellung (bisher fanden acht Ausstellungen statt) und mit einer gegründeten Schulfirma der Öffentlichkeit präsentiert. Die Projekte sind mittlerweile überregional bekannt, geschätzt und durch zahlreiche Auszeichnungen gewürdigt. So errang man in den letzten Jahren u. a. zweimal einen Staatspreis und gewann den Bürgerenergiepreis Niederbayern.
 
In  diesem Jahr arbeitet die offene Ganztagesklasse wieder an einem ganzheitlichen Projekt. Ein Jahr lang beschäftigt man sich mit dem Thema Erde. So heißt das Motto in diesem Schuljahr: „Erde – Kugel des Lebens!“
 
Die Schülerinnen und Schüler wurden in Gruppen eingeteilt (Produktion, Marketing und Kreativ). Die „Kreativ – Abteilung“ bereitet eine Ausstellung zum Thema: „Erde – Kugel des Lebens!“ vor. Exponate werden organisiert und Plakate entworfen, gemalt und beschriftet. Alois Pinzl, der zugleich Umweltbeauftragter der Stadt Viechtach ist möchte, dass die Jugendlichen Organisationsgeschick lernen und Verantwortung übernehmen. Außerdem können sie Kreativität und Zuverlässigkeit unter Beweis stellen. Die Themenfelder wurden bereits erarbeitet:
 
 
Projektbeschreibung – Thema, Erde:
 
Eine blaue Kugel im schwarzen All, eine wasserreiche Heimat für Menschen, Tiere und Pflanzen – das war unsere Erde nicht immer. In der unvorstellbar langen Zeit von rund 4,6 Milliarden Jahren, die unser Planet schon existiert, hat sich sein Aussehen mehrfach verändert. Es begann wohl alles mit einer rotierenden Wolke aus Staub und Wasserstoff. Der Staub enthielt aber auch alle anderen chemischen Elemente, die heute Gestein und Lufthülle der Erde bilden. Sauerstoff, Stickstoff, Kohlenstoff, Eisen, Silizium, Schwefel, Aluminium, Gold und Uran beispielsweise.
 
 
Erde – als Himmelskörper
 
Die Erde ist 150 Millionen Kilometer von der Sonne entfernt und das Sonnenlicht braucht acht Minuten, bis es uns erreicht. Die Erde ist genau wie die Venus, der Mars und der Merkur ein annähernd runder, schwerer und fester Planet, unter dessen Oberfläche geheimnisvolle Prozesse ablaufen. Die Erde gleicht einem Ei: Sie ist von einer dünnen, harten Schale, der Erdkruste, umgeben. Diese ruht auf einer zähflüssigen Masse aus geschmolzenem Gestein, dem Erdmantel, und im Mittelpunkt befindet sich der Erdkern.
 
Erde – als Energieträger
 
Die auf der Erde nutzbaren Energiequellen entstammen zum größten Teil aus der Strahlung der Sonne. Die Sonnenstrahlung kann unmittelbar umgewandelt werden (Solarkollektor). Meist erfolgt die Nutzung jedoch mittelbar, indem eine Wechselwirkung der Sonneneinstrahlung mit der Erdoberfläche eine Energiewandlung stattfindet. Biologisch umgesetzte Energie entsteht langfristig über das Pflanzenwachstum in unterschiedlichen Zeiträumen (Biomasse, Holz, Torf, Kohle, Erdöl). Wetterauswirkungen sind kurz- und mittelfristig (Wind, Wasserkraft). Die Geothermie nutzt die unmittelbare Wärme des Erdkerns. Erdwärme ist die unterhalb der festen Oberfläche, der Erde gespeicherte Wärmeenergie. Je tiefer man in das Innere der Erde vordringt, desto wärmer wird es. In Mitteleuropa nimmt die Temperatur um etwa 3 °C pro 100 Meter Tiefe zu.
 
Erde – als Lebensraum
 
Es ist gar nicht selbstverständlich, dass wir auf der Erde leben können. Soweit wir heute wissen, trägt unter allen Planeten nur unsere Heimat Leben. Nur die Erde bietet alle Voraussetzungen, damit Leben entstehen und sich entwickeln konnte: ein große Menge Wasser, eine Lufthülle und eng damit verbunden erträgliche Temperaturen. Ein Grund dafür: Die Erde hat gerade die richtige Entfernung zur Sonne. Aber auch ohne die Kleinstlebewesen des Bodens wäre die Erde unbewohnbar, denn längst wäre alles in Abfall erstickt. Blätter, Früchte, Exkremente der Tiere, Tierleichen – alles landet letztlich auf dem Boden. Aber häuft sich nicht an, weil sich sofort Insekten, Regenwürmer, Bakterien und Pilze darauf stürzen. Sie zerraspeln und zersetzen die Abfälle, bauen sie zu immer einfacheren Stoffen ab und erzeugen schließlich daraus Hums – von Leben durchwirkte, fruchtbare Erde.
 
 
Erde – als Schatzkammer
 
Es ist unvorstellbar, in welchem Umfang wir Stoffe nutzen, die wir aus den Tiefen der Erde fördern. Wir brennen Ton zu Backsteinen, die wir mit Zement aus gebranntem Kalk zu Häusern verbinden. Wir bauen Straßen aus zerkleinerten Steinen, würzen Essen mit Salz und nutzen Metalle wie Eisen, Kupfer oder Aluminium, die wir aus Erzen schmelzen. Andere Stoffe brauchen wir als Rohmaterial für die chemische Industrie. Ackerboden und Grundwasser sind ebenfalls überlebenswichtig für uns. Ohne die Schätze der Erde gäbe es unser modernes Leben nicht.
 
 
Handwerkliches Geschick ist in der Abteilung „Produktion“ gefragt. Hier werden verschiedene Modelle und Produkte gefertigt, die für das Schulumfeld verwendet werden können. Geplant ist der Anbau von Gemüse, Salat und Gräsern. Begonnen aber wurde mit dem Zusammenbau von verschiedenen Modellen. So wurden vor Weihnachten die ersten KOSMOS - Baukästen zusammen gebaut. Veranschaulicht wird hier z. B. wie Vulkane entstehen und ausbrechen oder wie Kohle und andere Bodenschätze entstehen.
  
Die Gruppe „Marketing“ wird das Schulprojekt präsentieren. Presseberichte und Anschreiben werden verfasst, ein eigenes Logo wurde bereits entworfen. Das Logo zeigt, dass aus der "Schatzkammer" schon ein gehöriges Stück heraus gebissen wurde, der darüber befindliche Lebensraum ist nur mehr zur Hälfte grün. 
 
Außerdem sind Sponsoren zu suchen. „Im Besonderen die geplanten Exkursionen kosten häufig viel Geld“, so Projektleiter Alois Pinzl. Geplant sind in 2018:
·         Wald Spaziergang am Pfahl
·         Xperium in St. Englmar
·         Silberbergwerk in Bodenmais
·         Planetenweg in Bad Kötzting
·         Kristallmuseum in Viechtach
·         Pfahlausstellung im Alten Rathaus
 
 
Das gesamte Projekt wird der Öffentlichkeit in Form der Ausstellung am 14. Mai 2018 (Eröffnung) präsentiert. Schließlich erhielt die Mittelschule Viechtach nicht nur den Bürgerenergiepreis 2015 und die Bayerische Staatsmedaille 2010 und 2014, auch wurde der Schule sechsmal in Folge das Prädikat „Umweltschule Europas“ verliehen, diesen „Titel gilt es 2018 zu verteidigen“ und den guten Ruf in Sachen Umweltbildung zu erhalten.
 
 
 
 
Projektgruppe „Marketing“  mit Projektleiter Alois Pinzl (links)
 
 
selbst entworfenes Logo


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