JHV 12/13 - Handwerkerverein Viechtach

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Der Tradition und der Region verpflichtet

Jahreshauptversammlung des Handwerkervereins – Ehrungen für langjährige Mitglieder


 
Die Erfolge des Handwerkervereins sind besonders auch die Verdienste seiner langjährigen Mitglieder. So konnte Vorstand Alois Pinzl jun. (r.) die Mitglieder (von links) Xaver Peter (40 Jahre), Josef Zankl (50 Jahre) Foto: und Franz Hinkofer (30 Jahre) mit Ehrenurkunden auszeichnen.  − Schedlbauer
 
Drei wesentliche Ziele hat sich der Handwerkerverein Viechtach im vergangenen Jahr mit dem neuen Vorsitzenden Alois Pinzl jun. − dieser wurde vor einem Jahr als Nachfolger von Franz Wittmann gewählt − vorgenommen: Die Organisation von politischen Gesprächen mit hochrangigen Entscheidungsträgern, die weitere Etablierung des "Haus des Handwerks" als regionales Museum sowie die Fortführung der beruflichen Bildungstätigkeiten. Sämtliche Vorhaben wurden umgesetzt, wie Pinzl bei der am Sonntagabend stattgefundenen Jahreshauptversammlung des Traditionsvereines im Gasthaus Peter Trellinger vor 42 interessierten Mitgliedern erfreut berichten konnte.
Neben einer großen Anzahl von Ehrenmitgliedern nahmen Bürgermeister Georg Bruckner, dritter Landrat Heinrich Schmidt einige Stadt- und Kreisräte, sowie der neugewählte Vorstand der Kolpingsfamilie Viechtach, Anton Voitl, an der Versammlung teil.
167 Termine wahrgenommen Thomas Schmelmer hatte die Aufgabe als Schriftführer die wichtigsten der insgesamt 167 wahrgenommenen Termine des vergangenen Jahres aufzulisten. Schmelmer unterteilte die einzelnen Aktivitäten in Vereinsorganisation, Veranstaltungen zu Bildungstätigkeiten und Pflege des Handwerksgutes, sowie gesellschaftliche und kirchliche Feste und Feiern, an denen der Handwerkerverein jeweils mit starken Abordnungen vertreten war. 35 Mal öffnete das Handwerkermuseum im vergangenen Jahr seine Pforten; mit 336 Besuchern musste ein Rückgang der Besucherzahlen zum Vorjahr verbucht werden.
Im Jahresbericht griff Alois Pinzl jun. die wichtigsten Ereignisse im Vereinsjahr nochmals auf. Unter dem Motto "Handwerk trifft Politik" erinnerte Pinzl an das Gespräch mit dem Bayerischen Wirtschaftsminister Martin Zeil, das im Haus des Handwerks im Januar auf Initiative des Handwerkervereines "endlich" zustande gekommen sei. Diese Termine seien ihm viel wichtiger als schöne Reden in der Stadthalle, weil sie wesentlich nachhaltiger seien und der Kontakt bestehen bleibe, sagte Pinzl. So sei er auch davon überzeugt, dass sich das Bayerische Wirtschaftsministerium seit diesen Gesprächen wieder ernsthaft mit einer möglichen Reaktivierung der Bahnstrecke Viechtach-Gotteszell befasst.
Als obersten Satzungszweck nennt der Vorsitzende die beruflichen Bildungstätigkeiten. Beispielhaft sei für ihn die Zusammenarbeit mit der Mittelschule Viechtach, in der vom Handwerkerverein seit nunmehr fünf Jahren mit den Schülern der Ganztagesklassen Projekte zur Umweltbildung bearbeitet werden. So konnten bei der Ausstellung zur Energiewende 1400 Besucher gezählt werden.
Das Haus des Handwerks bezeichnet Pinzl als Aushängeschild der regionalen Museen, wobei er beim Oktoberfest, was die Besucherzahl anbelangt, noch "Luft nach oben" sieht. Dasselbe gelte auch für die Jugendarbeit, die nach seiner Meinung noch intensiviert werden muss. Eine bessere Einbindung der Junghandwerker in das Vereinsleben müsse vordringliche Aufgabe der nächsten Jahre sein, forderte Pinzl.
Deutschlandweite Resonanz Die gute Vereinstätigkeit sieht der Vorsitzende auch dadurch bestätigt, dass die Deutsche Handwerkszeitung in einer ganzseitigen Reportage die Themen "Ein Verein trifft auf die Politik" und den Betrieb eines Handwerkermuseums durch einen Verein aufgegriffen hat. Am Ende des umfangreichen Berichtes titulierte Vorsitzender Pinzl den Handwerkerverein als einen der "größten und erfolgreichsten Traditionsvereine dieser Stadt" und sieht es gleichzeitig als Verpflichtung und Herausforderung an, dieses hohe Niveau beizubehalten.
Von Kassier Horst Knötig war zu erfahren, dass die angestrebten Ziele zumindest nicht am Kassenstand scheitern sollten. Dies wurde auch von den Kassenprüfern Stefan Schiller und Günther Klein so gesehen, die eine einwandfreie Kassenführung bestätigten. Stefan Schiller konnte somit der Versammlung die Entlastung des Kassiers und der Vorstandschaft vorschlagen, die von den Mitgliedern dann auch einstimmig erteilt wurde.
Dritter Landrat Heinrich Schmidt bezeichnete in einem umfangreichen Grußwort das Handwerk und den Mittelstand als das "Rückgrat unserer Volkswirtschaft". Eine große Herausforderung in der Zukunft sieht Schmidt in der demographischen Entwicklung besonders im Landkreis Regen. Bis 2020 prophezeit er einen Bevölkerungsrückgang bis zu 9,3 Prozent im Landkreis, was den Betrieben ein noch größeres Nachwuchsproblem und einen höheren Fachkräftemangel bescheren wird.
Außerdem sprach der Vizelandrat über die Herausforderungen bei der Energieumstellung, forderte den Ausbau einer notwendigen Verkehrsinfrastruktur, sowie einer guten Breitbandversorgung. Schmidt ermunterte die Handwerker, die Herausforderungen im Interesse der Menschen in unserer Region zu bewältigen und versprach gleichzeitig, dass sie vom Landkreis mit seinem Regionalmanagement dabei nicht im Stich gelassen würden.
Dass das Handwerk besonders im Bereich der Stadt Viechtach einen goldenen Boden hätte, machte Bürgermeister Georg Bruckner in seinem Grußwort daran fest, dass die Auftragsbücher der heimischen Betriebe im Jahr 2012 sehr gut gefüllt gewesen seien. Im kommenden Jahr sieht das Stadtoberhaupt noch Steigerungsmöglichkeiten und ruft gleichzeitig zur Beteiligung bei den Ausschreibungen der Stadt auf. Über zwei Millionen Euro Auftragssumme seien für den Bau des Feuerwehrhauses eingeplant. "Es wäre schon bitter, wenn das von unserer Stadt ausgegebene Geld alles nach außen ginge", sagte Bruckner. Außerdem lägen vier Anfragen für Industrieneubauten auf seinem Tisch, was ebenfalls viel Arbeit für die heimischen Betriebe bedeuten könnte, deutete der Bürgermeister weitere Projekte an.
Marcel Huber kommt im Mai zum Gespräch Nach den Grußworten gab Vorsitzender Pinzl noch einen Ausblick auf das Vereinsjahr 2013. So wird bereits im Februar eine Biogasanlage besichtigt, im März die Handwerksmesse in München besucht und als ein Höhepunkt das "Politische Gespräch" am 3. Mai mit dem Bayerischen Umweltminister Marcel Huber im Handwerkerhaus geführt. Mit dem Leitspruch der Handwerker, "Gott segne das ehrbare Handwerk" schloss Vorsitzender Alois Pinzl jun. mit einem Dank an Vereinswirt Peter Trellinger die Jahreshauptversammlung. eds −
EHRUNGEN : Zum Abschluss der Versammlung wurden verdiente Mitglieder geehrt. Ehrenurkunden erhielten Josef Zankl für 50 Jahre, Xaver Peter für 40 Jahre und Franz Hinkofer für 30 Jahre.


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