2014 - Helmut Brunner - Handwerkerverein Viechtach

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Politisches Gespräch im Haus des Handwerks 2014

Gesprächs-Gast:   



Helmut Brunner

Staatsminister Für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten


Handwerker fordern Ausbau des Straßennetzes


Gesprächsrunde mit Minister Brunner – Vor allem die B 11 und die B 85 im Landkreis müssten optimiert werden


Der jährliche Dialog des Handwerkervereins mit einem bayerischen Kabinettsmitglied hat in den vergangenen Jahren solche bekannte Persönlichkeiten wie die Minister Marcel Huber, Martin Zeil, Joachim Herrmann, Kurt Faltlhauser, Erwin Huber oder Otto Wiesheu nach Viechtach gebracht, doch den eigenen Minister quasi vor der Haustür hatten die Handwerker um ihren Vorsitzenden Alois Pinzl jun. noch nie eingeladen. Gestern nun war Helmut Brunner Gesprächspartner von Handwerksmeistern, Stadträten und Unternehmern.

Man nutze dieses Forum stets, um die Belange der Viechtacher Handwerkerschaft mit ihren 330 Mitgliedern an die Regierenden heranzutragen, sagte Alois Pinzl eingangs. Zudem sehe man sich als Sprachrohr der Region. Im Beisein von Bürgermeister Franz Wittmann, Vize-Landrat Erich Muhr, den Stadträten Edwin Schedlbauer, Christian Zeitlhöfler, Walter Schlicht, Hans Greil, Rehau-Werkleiter Albert Dirnberger sowie mehrerer Mitglieder der Handwerkerschaft und Go-Vit-Vorsitzendem Wolfgang Schlüter nannte Pinzl vor allem die Themen Bahnlinie, schnelles Internet und Straßenausbau als drängendste Probleme des Viechtacher Raumes, die man mit dem Minister aus Zachenberg diskutieren wolle.

Helmut Brunner hielt eingangs ein Grundsatzstatement über die positive Entwicklung des Bayerischen Waldes und speziell des Landkreises Regen. "Denken Sie bitte einmal 30 Jahre zurück und Sie werden sehen, welch enormen Aufschwung die Region genommen hat."

Zum Thema Bahn sagte er, dass die zehnprozentige Beteiligung der Region am zweijährigen Probebetrieb nicht als Last, sondern als Herausforderung zu sehen sei. Damit könne der Landkreis Regen die Ernsthaftigkeit seines Wollens unter Beweis stellen, zumal diese Beteiligung an den Kosten (deren Höhe nach wie vor unklar ist) wegfalle, wenn die Zahl von 1000 Fahrgästen pro Tag konstant erreicht werde.

Schnelles Internet via DSL werde bis 2018 mit 1,5 Milliarden Euro gefördert, wobei jede Kommune bis zu 80 Prozent, maximal aber eine Million Euro erhalte. Wichtig sei, so Helmut Brunner, dass das Antragsverfahren mit derzeit 19 Schritten deutlich vereinfacht wird. Das habe der zuständige Minister Markus Söder versprochen. Jede Kommune erhalte Zugang zum schnellen Internet, doch die Verteilung innerhalb der Gemeinden sei dann deren Aufgabe.

Aus Brunners Monolog wurde erst beim Thema Straßenbau die von Alois Pinzl angekündigte Diskussion. Der Viechtacher CSU-Stadtrat provozierte seinen Parteikollegen mit der Bemerkung, er vermisse deutliche Worte "der Politik und Mandatsträger", was den Ausbau von B85 und B11 angehe. Hier passiere viel zu wenig – eine Spitze, die Helmut Brunner natürlich umgehend zurückwies.

Neben Pinzl, der die Ampellösung an der B85 als "nicht zufriedenstellend" bezeichnete, meldeten sich Albert Dirnberger ("eine gute Lösung, aber nicht auf Dauer geignet"), Erich Muhr ("die B11 von Patersdorf bis Deggendorf ist eine einzige Katastrophe") und Edwin Schedlbauer ("der Beschluss des Stadtrates steht, doch es geht nichts weiter") zu Wort. Auch der neue Bürgermeister Franz Wittmann schaltete sich ein: "Seit einem Jahr läuft jetzt das Verfahren, doch die Betroffenen haben nichts vom Straßenbauamt gehört." Wittmann bot an, Gespräche mit den Anwohnern in Viechtach aufzunehmen und auch Tauschgrundstücke aufzutreiben, wenn dies vom Staatlichen Bauamt gewünscht werde. "Man fragt sich schon, warum hier nix weiter geht."



Lebhaft wurde die Diskussion mit Minister Helmut Brunner (4.v.l.) erst, als die Sprache auf den Straßenausbau im Landkreis und speziell im Raum Viechtach kam. Die Teilnehmer forderten ein engagierteres Vorgehen von Minister und Straßenbauamt. − Foto: Klotzek


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