Biogasanlage Prackenbach - Handwerkerverein Viechtach

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Biogas-Anlagen: Ein Beitrag zur Energiewende

Gemeinsame Besichtigung des Handwerkerverein und AK Umwelt

Die Atomkraftwerke werden abgeschaltet, das ist beschlossene Sache.

Die Energiewende hin zu regenerativen Energieformen (Sonne, Wasser, Wind und Biomasse) ist in aller Munde. Eine Möglichkeit im ländlichen Raum Strom zu erzeugen sind Biogas-Anlagen.

Aus diesem Grund besichtigten der Handwerkerverein Viechtach und der AK Umwelt Kreisverband Regen gemeinsam eine Biogas-Anlage in Prackenbach. Alois Pinzl, der sowohl Vorsitzender des Vereins und Kreisvorsitzender des Arbeitskreises ist, begrüßte dazu knapp 30 Interessierte.

Michael Högerl, Betreiber der Anlage erklärte die technischen Details und beantwortete die zahlreichen Fragen der Gruppe. 100 KW elektrische Leistung hat die Anlage am Ortsrand von Prackenbach.

Weil die Anlage nur wenige Stunden im Jahr wartungsbedingt nicht läuft, produziert sie etwa 750 000 KWh und versorgt so faktisch etwa 200 Einfamilienhäuser mit Strom. 22,44 Cent/KWh erhält Högerl nach dem EEG derzeit. Die Einspeisevergütung ist etwas höher, weil der Landwirt die komplette thermische Energie ableiten kann.

So versorgt er mit der Abwärme sieben Wohngebäude in der Nachbarschaft.

Gefüllt wird der Fermenter neben Gülle, mit Gras oder Mais. „Alles aus eigenem Anbau“, so Högerl, aus diesem Grund sind die Wege kurz und die Energiebilanz positiv. Beim Gärungsprozess entsteht Methan-Gas, mit dem wiederum ein Motor betrieben wird. Der Generator produziert dabei permanent Strom, wobei die Abwärme thermisch in Form von Wärme genutzt wird.

Die Amortisationszeit liegt bei etwa sieben Jahren, aber ganz wartungsfrei ist die Anlage nicht. „Das Ding ist eben eine Maschine“, so REHAU Werkleiter Albert Dirnberger. Gerüche waren überhaupt nicht wahrnehmbar, stellten die Teilnehmer beeindruckend fest. Gefüttert wird die Anlage mindestens einmal am Tag.

„Eine rückwirkende Kürzung der Einspeisevergütung wäre schon ein Schlag in`s Genick“, so Alois Pinzl, der als AKU Kreisvorsitzender erst kürzlich dem Umweltminister Peter Altmaier einen Brief geschrieben hat, indem er klare Ansagen und verlässliche Rahmenbedingungen forderte. Immerhin investieren Biogas-Anlagenbetreiber etwa 5000 Euro pro KW Leistung.

Zum Schluss stellte Pinzl fest, dass die Gekommenen vom Handwerkerverein und vom AK Umwelt einen interessanten Nachmittag erlebt hatten und bedankte sich bei Michael Högerl mit einem Bienen-Korb Honig.

Bild oben

Biogas-Anlage in Prackenbach


Bild unten


Der Vorsitzende des Handwerkervereins und Kreisvorsitzende des AK Umwelt Alois Pinzl
bedankt sich bei Biogas-Anlagenbetreiber Michael Högerl für die interessante Führung

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