Thema Erde 3.0 - Handwerkerverein Viechtach

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Bildung > Schulprojetkte > Schuljahr 2017
Alles dreht sich um die Erde

Umweltausstellung in der Mittelschule eröffnet – Schüler lernten Erde als Kugel des Lebens kennen

von Katarina Cavar

Ein echter Hamster war der Publikumsmagnet bei der Eröffnung der Umweltausstellung an der Mittelschule. Nur verschlief dieser den Trubel versteckt in seinem Häuschen. − Foto: Cavar


Seit dem 16. Jahrhundert weiß die Menschheit, dass die Erde die Sonne umkreist. Für die nächsten vier Wochen dreht sich in der Mittelschule aber alles um die Erde. Gestern wurde in der Aula die neunte Umweltausstellung unter dem Motto "Erde – Kugel des Lebens" eröffnet.

Seit Dezember haben 24 Schüler der offenen Ganztagesklasse in der Nachmittagsbetreuung unter der ehrenamtlichen Leitung des städtischen Umweltbeauftragten Alois Pinzl jun. an dem Projekt gearbeitet. Sie betrachteten die Erde aus verschiedenen Blickrichtungen: als Himmelskörper, als Energieträger, als Schatzkammer und als Lebensraum. "Dabei haben die Schüler festgestellt, dass die Erde unter einem gewaltigen Belastungsdruck steht und fragten sich: ,Wie lange kann sie uns unser Tun noch verzeihen?‘", sagte Pinzl jun. in seiner Ansprache.

Auf selbst gestalteten Plakaten veranschaulichten die Schüler, was sie während der vergangenen Monate gelernt haben. Wie funktioniert der Verwesungsprozess auf einem Waldboden? Welche verschiedenen Bodenklassen gibt es? Und welche Ressourcen werden weltweit abgebaut? Diese und weitere Fragen werden darauf beantwortet.

"Die Kreativität der Schüler ist beeindruckend", lobte Pinzl jun. der das Projekt als Vorsitzender des Handwerkervereins Viechtach bereits seit seiner Initiierung vor zehn Jahren ehrenamtlich begleitet. Es sei jedoch nicht immer einfach gewesen. Oft hätten nicht alle der 24 Schüler montagnachmittags Zeit gehabt, an dem Projekt zu arbeiten. Wenn sie Hausaufgaben hatten, ging das vor. Umso höher schätzte er das Engagement von Alaa Nashat Taha. Die 13-Jährige nahm oft Plakate mit nach Hause, um sie fertigzustellen. Zum Dank überreichte Pinzl jun. ihr dafür eine Medaille aus bearbeitetem Glas.

Schulleiterin Ida Kärtner freute sich, wieder eine "wunderbar interessante Ausstellung" in ihrer Schule eröffnen zu dürfen. Das Thema Umweltschutz sei bereits allgegenwärtig. Nicht zuletzt auch durch den neu angelegten Schulgarten würden die Schüler täglich zum Umweltschutz angeregt.
Bürgermeister Franz Wittmann sagte, dass die Stadt "sehr stolz" sei, in Alois Pinzl jun. einen so engagierten Umweltbeauftragten zu haben. Sein Appell an ihn und die Schüler der Nachmittagsbetreuung: "Macht bitte weiter so!" Sechs Mal wurde die Mittelschule schließlich schon als Umweltschule Europas ausgezeichnet.

Als "Aushängeschild" bezeichnete stellvertretender Landrat Erich Muhr das Umweltprojekt der Mittelschule. Ihm gefalle, dass die Themen stets praxisbezogen seien. Die Förderung des Landkreises – wenn sie auch klein sein mag – sei daher gut angelegt. Muhr wurde schließlich die Ehre zuteil, das Absperrband durchzuschneiden und damit die Ausstellung offiziell zu eröffnen.

Sogleich standen die Ehrengäste, bestehend aus Kommunalpolitikern und Sponsoren auf, um die Plakatwände zu studieren. Die Schüler interessierten sich mehr für den Tierkäfig – Elternbeirätin Claudia Meidinger hatte darin ihren Hamster als Lebendexponat mitgebracht. Dass Hamster nicht zu den geschützten Tierarten zählen, hatte Pinzl jun. vorher doppelt überprüft. Vor einigen Jahren hatten ihm ein paar Kaulquappen noch eine Anzeige von der Regierung von Niederbayern eingehandelt. Das befürchtet er diesmal nicht. Stattdessen erwartet er 500 bis 1000 Schüler aus anderen Schulen, die sich die Ausstellung in der Mittelschule anschauen.





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