Kundgebung 2006 - Handwerkerverein Viechtach

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Handwerkerkundgebung mit Oktoberfest am 23. September 2006 in der Stadthalle Viechtach

14.30 Uhr  Handwerkerkundgebung

Festredner:   Erwin Huber Staatsminister für Wirtschaft
      
ab 18.30 Uhr  Oktoberfeststimmung   
      
Musikalische Unterhaltung
      
Veranstalter:  Handwerkerverein Viechtach 1899 e.V.   

Am kommenden Samstag, 23. September, soll in Viechtach wieder das Handwerk im Blickpunkt stehen. Am Nachmittag findet in der Stadthalle die Handwerkerkundgebung des Landkreises statt und am Abend lädt der örtliche Handwerkerverein zum Oktoberfest ein.
Auch in diesem Jahr hat der Handwerkerverband einen prominenten Festredner gewonnen. Um 14.30 Uhr spricht in der Stadthalle der bayerische Staatsminister für Wirtschaft, MdL Erwin Huber. Der Reisbacher ist seit 1978 Mitglied des Landtags und war von 1988 bis 1994 Generalsekretär der CSU. Nach einem Jahr als Leiter der Bayerischen Staatskanzlei und für Europafragen übernahm er von 1995 bis 1998 das Finanzministerium. 1998 kehrte er als Staatsminister in die Bayerische Staatskanzlei zurück. 2002 bis 2005 war er zusätzlich Staatsminister für Bundesangelegenheiten und Verwaltungsreform. Seit Dezember 2005 ist der 60-Jährige Staatsminister für Wirtschaft, Infrastruktur, Verkehr und Technologie.
Nach Hubers Rede erfolgt die Verleihung der Goldenen Meisterbriefe sowie die Ehrung langjähriger Mitarbeiter in den Handwerksbetrieben. Kreishandwerksmeister Alfons Oswald und der Viechtacher Handwerker- Vorstand Franz Wittmann laden dazu alle Betriebsinhaber, Handwerker und die interessierte Bevölkerung ein.
Nach der Arbeit dann das Vergnügen: Um 18.30 Uhr beginnt in der Stadthalle das Oktoberfest des Viechtacher Handwerkervereins mit Musik (Blaskapelle Pfeffer) und Oktoberfest-Schmankerln.




VBB 25.09.2006

Wirtschaftsminister: Der Staat kann niemanden vor Wettbewerb schützen

Staatsminister Erwin Huber war Festredner bei der Handwerkerkundgebung in der Stadthalle

Bei seinem ersten Auftritt in Viechtach als Wirtschaftsminister hat der niederbayerische CSU-Bezirksvorsitzende Erwin Huber dem Bayerischen Wald und speziell den Handwerksbetrieben die volle Unterstützung der Staatsregierung zugesichert. Wirtschaftsminister Huber war am Samstagnachmittag Festredner der traditionellen Handwerkerkundgebung in der Stadthalle. Er warnte dabei allerdings auch vor überhöhten Erwartungen: »Der Staat kann niemanden vor Wettbewerb schützen«, sagte er.

Auch nach der Umstrukturierung der Veranstaltung - anstelle des Handwerkerverbandes trat heuer erstmals der Viechtacher Handwerkerverein in Zusammenarbeit mit der Handwerkskammer Niederbayern/Oberpfalz als Ausrichter auf - hat die Handwerkerkundgebung nichts von ihrer Anziehungskraft verloren. Trotz schönstem Herbstwetter war die Stadthalle am Samstagnachmittag gut gefüllt - nicht zuletzt deshalb, weil viele Betriebe und ihre Mitarbeiter geehrt wurden. Federführend bei der Organisation waren Vorstand Franz Wittmann und Stadtrat Alois Pinzl jun.
Eröffnet wurde die Veranstaltung vom neuen Vorsitzenden des Handwerkervereins Viechtach, Heizungsbaumeister Franz Wittmann, der erst im Frühjahr in dieses Amt gewählt worden war. Er freute sich über die Teilnahme von vielen prominenten Gästen, angefangen von Vizepräsident Wilhelm Wimmer von der Handwerkskammer über die Abgeordneten und die Bürgermeister bis hin zur Geistlichkeit, und wertete dies als Zeichen der Wertschätzung des Handwerks, »das nach wie vor für Qualität steht«.
Mit Blickrichtung Festredner Erwin Huber forderte der Handwerker-Vorsitzende aber auch, dass »die Politik entscheidungsfreudiger wird«. In seiner Wunschliste an die Politik führte Wittmann unter anderem auf: regionale Förderung für das Handwerk, bessere Finanzierungsmöglichkeiten für kleinere Betriebe und Ausbau der Verkehrswege. Die Mehrwertsteuererhöhung sieht der Handwerkervorstand als Wachstumsbremse, wenn »nicht gleichzeitig Reformen greifen«.
Die Koalition in
Schutz genommen

Unverkennbar war das Bestreben von Finanzminister Erwin Huber in seiner dreiviertelstündigen Rede, sowohl die Staatsregierung als auch die Bundesregierung, in der die Union seit zehn Monaten selbst sitzt, in Schutz zu nehmen. »Die große Koalition hat schon einige gute Entscheidungen getroffen«, meinte Huber und nannte dafür einige Beispiele: Wachstumsprogramm für 25 Milliarden Euro, Entlastung der Betriebe bei der Umsatzsteuer, Anhebung der Buchführungspflichtgrenze auf 500 000 Euro und die geplante Entlastung bei der Erbschaftssteuer, »die schon zum 1. Januar 2007 in Kraft treten muss« (zustimmendes Nicken von MdB Ernst Hinsken).
Huber räumte ein, dass bei den Reformen »der große Befreiungsschlag noch nicht erfolgt ist«, aber man wolle Schritt für Schritt vorankommen, »damit Sie wieder mehr für den Kunden tun können und weniger für den Staat arbeiten müssen«. Aber auch die Unternehmen und Betriebe selbst seien gefordert, denn »der Staat kann niemanden vor Wettbewerb schützen«.
Das Handwerk
ist der Jobmotor

Ausdrückliches Lob hatte der Wirtschaftsminister für die Leistung des Handwerks in der Berufsausbildung parat: »Das Handwerk ist der Jobmotor«. In wenigen Jahren, so meinte Huber, könnte es bei den geburtenschwachen Jahrgängen durchaus sein, dass die Betriebe auf Lehrlingssuche gehen müssten; es wäre deshalb wünschenswert, auch den Mädchen den Zugang zu gewerblich-technischen Berufen zu erleichtern. In diesem Zusammenhang übte der CSU-Politiker Kritik an der Pisa-Studie und verteidigte das bundesdeutsche Bildungswesen; entscheidend sei nicht die Zahl der Abiturienten, sondern die Leistungsfähigkeit der jungen Leute.
Abschließend hob der Wirtschaftsminister noch die Leistungen des Freistaates für den ländlichen Raum hervor. Als »bekennender Niederbayer«, so der gebürtige Reisbacher (Landkreis Dingolfing-Landau), dürfe er sagen, dass die Lebensqualität auf dem Lande noch nie so hoch gewesen sei wie heute. Und den Handwerkern versicherte Erwin Huber: »Der Freistaat Bayern und der Wirtschaftsminister stehen als verlässlicher Partner an eurer Seite!«
Grußworte an die Handwerker sprachen MdB Ernst Hinsken, Landtagsabgerodneter Helmut Brunner, Landrat Heinz Wölfl, Viechtachs Bürgermeister Georg Bruckner und der Vizepräsident der Handwerkskammer, Wilhelm Wimmer (Passau).
Ehrungen

Wesentlicher Bestandteil der Handwerkerkundgebung ist die Ehrung von Betriebsinhabern und Mitarbeitern. Den »Goldenen Meisterbrief« erhielten aus der Hand von Staatsminister Huber: Kaminkehrermeister Karl-Heinz Bauer aus Bodenmais, Metzgermeister Helmut Hagengruber aus Bodenmais, Friseurmeister Georg Kroiss aus Regen, Friseurmeister Rudolf Niegl aus Zwiesel, Landmaschinenmechanikermeister Albert Pangerl aus Viechtach und Kaminkehrermeister Alois Pinzl, Viechtach. Nachgereicht wird die Urkunde an Kälteanlagenbaumeister Johann Kuchler (Bischofsmais), Elektroinstallateurrmeister Heinz Schmelmer (Viechtach) und Gas- und Wasserinstallateurmeister Adolf Trum (Drachselsried).
Über die weiteren Ehrungen wird gesondert berichtet.



VBB 27.09.2006



„Der Stimmungsumschwung ist spürbar“


Viel Beifall für MdB Ernst Hinsken bei der Handwerkerkundgebung - Zahlreiche Ehrungen


Die Töne bei der Viechtacher Handwerkerkundgebung am vergangenen Samstag in der Stadthalle klangen durchweg positiv. Nach der Festrede von Bayerns Wirtschaftsminister Erwin Huber (wir berichteten in der Montagausgabe) machte auch MdB Ernst Hinsken den Handwerkern und Betriebsinhabern Mut: „Der Stimmungsumschwung in Deutschland ist deutlich spürbar“.
Die Bundesregierung von Kanzlerin Angela Merkel habe die Weichen gestellt, damit im Mittelstand und Handwerk wieder gebaut und investiert werde, sagte der Bundestagsabgeordnete aus Haibach in seinem Grußwort. „Die Große Koalition hat den Stimmungsumschwung als grundlegende Voraussetzung für die Überwindung der fünfjährigen Stagnation schon gemeistert“, das Geschäftsklima im Mittelstand habe im Juni 2006 den höchsten Stand seit 15 Jahren erreicht, wusste Hinsken.
Dazu habe auch die von Bundeswirtschaftsminister Glos vorgelegte Mittelstandsinitiative beigetragen. So habe man mit der Einführung des Gründungszuschusses anstelle der Ich-AG und dem Überbrückungsgeld alte Forderungen des Handwerks umgesetzt.
Die Bundesregierung, so der Abgeordnete weiter, baue auf das Handwerk und werde deshalb „die richtigen Rahmenbedingungen für die Unternehmen schaffen“. Schon im nächsten Jahr könne man statt Stellenabbau mit Neueinstellungen rechnen, denn hochqualifizierte und motivierte Mitarbeiter seien der entscheidende Erfolgsfaktor im Handwerk.
MdB Ernst Hinsken erhielt viel Beifall, nachdem er sein Grußwort mit der Zusicherung geschlossen hatte: „Das Handwerk kann sich darauf verlassen: CDU/CSU werden weiterhin einen klaren Kurs steuern, damit im Handwerk wieder neue Jobs entstehen können“.
Nachdem die Goldenen Meisterbriefe schon vor den Grußworten verliehen wurden (wir berichteten), fanden danach weitere Ehrungen statt.


Für ihre Treue zu den Handwerksbetrieben wurden über 20 Mitarbeiter ausgezeichnet; mit im Bild MdL Helmut Brunner (links), Vizepräsident Wimmer, Vorstand Wittmann und MdB Ernst Hinsken (rechts).





Ehrenblatt-Träger und Ehrengäste: (von links) Wirtschaftsminister Erwin Huber, Handwerker-Vorstand Franz Wittmann, Metallbauermeister Franz Stern, Schreinermeister Michael Hölzl, Brauerei-Gesellschafter Michael Bielmeier und Handwerkskammer-Vizepräsident Wilhelm Wimmer. (Foto: Hackl/Pinzl)

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