Ferien 2016 - Handwerkerverein Viechtach

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Ferienprogramm – „Damit die Pferde nicht Barfuss gehen müssen“

Auch in diesem Jahr beteiligte sich der Handwerkerverein Viechtach e. V., unter der Leitung von Vorstand Alois Pinzl jun. am Ferienprogramm der Stadt Viechtach. 

Die letzten Jahre wurde immer der Weg eines Rohstoffes aus der Natur bis zum fertigen Produkt eines Handwerkers gewählt. Wie der Weg vom Baum, über ein Sägewerk zum Schreiner, oder der Weg vom Korn über die Mühle zum Bäcker. In den letzten Jahren wählte man Tiere in Verbindung eines Handwerksberufs als Thema, so besichtigten Ferienkinder einen Bauernhof und fanden sich letztlich beim Metzger ein, oder Bienen mit dem Besuch eines Imkers oder im letzten Jahr Fledermäuse mit dem Bau von Fledermauskästen.

In diesem Jahr wählten die Handwerker größere Tiere aus. So hieß das Motto beim Ferienprogramm in diesem Jahr: „Damit die Pferde nicht Barfuss gehen müssen – Hufschmied.

So ging es bei herrlichem Wetter mit Kleinbussen zunächst Richtung Freibad, wo die Pferdebesitzerinnen Sylvia Multerer dem interessierten „Jungpublikum“ die beiden zu beschlagenen Pferde Juncus und Balu vorstellte, die beiden Vierbeiner sollen eine neue „Bereifung“ bekommen. Alle sechs bis acht Wochen müssen viel berittene Pferde neu beschlagen werden, erklärte der erfahrene Hufschmied Thomas Miethaner aus Bad Kötzting.

Zunächst wurde der Huf gesäubert und zugeschnitten, anschließend das Hufeisen angepasst. Die Rauchentwicklung bei der „Anprobe“, denn das Eisen ist heiß ängstigte die Kids mehr als den Norweger und dem Shetland Pony von Sylvia Multerer. In den Huf des Pferdes wurden die Hufeisen aufgenagelt, Miethaner erklärte den Kindern, dass Rösser dabei keine Schmerzen erleiden, im Gegenteil das Horn durch das Hufeisen geschützt wird. Miethaner, ein Meister seines Faches führt den Beruf des Hufschmiedes schon über 25 Jahre aus, die dabei ausgestrahlte Ruhe übertrug sich auch auf die beiden Vierbeiner, den das Beschlagen scheinbar Spaß machte.

Anschließend informierten sich die Teens über die Redensart, warum Hufeisen Glück bringen sollen, das Glück kann nämlich auf der offenen Seite hinein fallen, erklärte Sylvia Multerer. So durften die Kinder die alten Hufeisen und damit das Glück mit nach Hause nehmen. Natürlich mussten die neuen „Schuhe“ anprobiert werden, und so erlaubten die Pferdebesitzerinnen den Nachwuchs – Reiter/innen ein paar Runden im Freigelände zu drehen, was ihnen sichtlich Freude bereitete.

Unter dem Motto wer arbeitet, soll auch essen ging es wieder zurück zum Handwerkermuseum, wo eine Brotzeit und Limo auf die Kinder wartete.

Noch während der Stärkung waren sich Kinder und Handwerker (Organisation: Alois Pinzl jun., Stephan Multerer, Alois Pinzl sen. und Erwin Schürzinger) einig, ein schöner und aufschlussreicher Vormittag war zu Ende. 




Hufschmied Thomas Miethaner erklärte den Kinder eine Menge über das Beschlagen von Pferden
die glückbringenden Hufeisen wurden auf ein Holzbrett geschraubt und verziert
Kinder hatten eine Menge Spass auf der Anlage von Sylvia Multerer 
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